Sind Kühe auf der Straße heilig?

Kuh im Straßenverkehr
Kuh im Straßenverkehr

Auch auf Sri Lanka laufen schon mal Kühe über die Straße. Die Autos bremsen und warten geduldig ab, bis die Kuh den Weg wieder frei gegeben hat. Doch anders als in Indien sind sie hier auf Sri Lanka nicht heilig. Wer schlicht keinen Blechschaden riskieren will, bremst natürlich. Zudem verbietet es sich für Buddhisten, Tiere zu töten oder in einer solchen Situation ungehalten zu werden (soweit die Lehrmeinung des Buddhismus).

Sie verlassen morgens den Stall, traben einfach ihres Weges auf der Suche nach etwas Essbarem, und kehren abends wieder zurück. Dabei sind sie mehr oder minder sich selbst überlassen.

Kühe am Strand
Kühe am Strand

Die Kuh-Trance
Eines Tages lag ich am Strand. Es war sehr heiß, ich hatte mich unter ein kleines Dach gelegt. Ich gebe zu, ich hatte auch schon ein Bier getrunken. Diese Mischung aus Hitze, Bier und dem gleichmäßigen Rauschen der Wellen ließ mich in eine leicht schläfrige Trance fallen.

Irgendwann bemerkte ich, das aus dem Geräusch der Wellen ein gleichmäßiges Rupfen geworden war, so, wie wenn Gras ausgerissen wird. „Ah!“ dachte ich, „auditive Umstrukturierung!“. Das ist der Fachbegriff dafür, wenn wir in Trance z.B. Trommeln und Rasseln als Gesänge wahrnehmen. Dann spürte ich eine deutliche Präsenz. „WOW!“ dachte ich, „Was wird das wohl für ein Spirit sein!?“ Das rupfende Geräusch kam immer näher, schon spürte ich einen ungewöhnlich stoßenden Wind, die Präsenz in meiner Nähe schien alles zu verdunkeln. Ich war so überrascht, das ich die Augen öffnete, um mich zu orientieren, und blickte direkt in das gelangweilte Gesicht einer Kuh.

Galle: Ruhe und Panorama auf dem Lady Hill

Lady Hill Galle
Lady Hill Galle

Wer nach einem Rundgang durch Galle etwas ausspannen möchte, findet auf dem Lady Hill den richtigen Platz dazu. Oben auf dem Lady Hill liegt das Lady Hill Hotel, in dessen Restaurant ein wunderbares Panorama zum Relaxen einlädt.

Hier oben findet man Ruhe, ein sanfter Wind kühlt angenehm. Die Preise des Restaurants sind moderat, mein Menu war lecker! Das Hotel findet man in der 29 Upper Dickson Rd.

Reiseführer Sri Lanka

Empfehlen kann ich den Reiseführer vom Stefan Loose Verlag. Das Buch beschreibt recht detailliert die verschiedenen Regionen und Städte Sri Lankas, gibt Tipps auch zu versteckteren Sehenswürdigkeiten. Der allgemeine Teil über Sri Lanka (Politik, Wirtschaft, Kultur) gibt ein tieferes Verständnis für die Menschen und die Entwicklung des Landes. Die Hinweise für Touristen sind aktuell und ausreichend detailliert, um sich gut und sicher bewegen zu können.

Genauigkeit und Zuverlässigkeit
Das Werk ist so aktuell, wie ein Buch (im Vergleich mit dem Internet) sein kann. Das sich die Abfahrtszeiten der Züge, Qualität und Preise der Hotels und auch Öffnungszeiten der Museen ändern können, sollte klar sein. Gerade was Zeiten betrifft, sind die Sri Lanker recht humorvoll: Bei einer meiner Zugfahrten von Bentota nach Colombo kam der Zug nicht zu der im Reiseführer angegebenen Zeit, sondern 20 Minuten (!) vor(!!) der im Bahnhof ausgeschriebenen Zeit (die wiederum nichts mit der Abfahrtszeit zu tun hatte, die im Internet zu finden war). Im Allgemeinen sind die Züge aber im Rahmen pünktlich, die Abfahrtszeiten am besten rechtzeitig am Tag vor der Abfahrt am Bahnhof erfragen.

Zeitlose Angelegenheiten, etwa die Beschreibungen von Tempeln, Museen und Natur sind detailliert und zutreffend.

Hotels und Unterkunft
Natürlich verändern sich die Hotels und damit auch deren Preise. Die Hinweise auf Hotels sind für einen ersten Anlauf recht gut, doch in meiner Praxis waren gerade diese Hotels und Guesthouses oft schon ausgebucht. Alternativen zu finden ist aber auch wirklich kein Problem, wenn man nicht gerade zur Esala Perahera in Kandy aufschlägt, wo die Hotels schon Monate vorher zu diesem Fest ausgebucht sind. Wenn man klar hat, was man für ein Hotel ausgeben will, kann einem fast jeder Tuktuk-Fahrer weiter helfen.
Zum Anderen entstehen derzeit an vielen Orten etliche neue Hotels und Guesthouses, die ein Buch kaum berücksichtigen kann. Da muss man schon die Nase aus dem Buch nehmen und sich vor Ort umschauen, was sich sehr lohnen kann. Ein paar meiner Hotelempfehlungen finden Sie hier

Straßenkarten und Orientierung
Eine detailliertere Straßenkarte wäre wünschenswert. Als Karte ist lediglich eine Übersichtskarte mit wenigen Details enthalten. Der zusätzliche Kauf einer Straßenkarte ist notwendig.
Für Besucher, die selber mit Motorroller oder Mietwagen los fahren wollen, sei gesagt, das sich die Straßenverhältnisse auch auf größeren Nebenstrecken hinter jeder Kurve drastisch ändern können. Tiefe Schlaglöcher oder gänzlich aufgeriebener Straßenbelag machen jede Fahrt zu einem Abenteuer. Man sollte daher entsprechend Zeit einplanen, für 60 Kilometer auf Nebenstraßen braucht man mitunter schon mal zwei Stunden.
Da lohnt es sich eher, hier und da auf den richtig kleinen Wegen mit einem geliehenen Fahrrad abseits des lauten Verkehrs die Gegend zu erkunden. So lassen sich viel eher kleine, wunderbare Tempel oder idyllische Plätze finden. Das Land bietet hier viele kleine Überraschungen. Netten Begegnungen mit den Menschen ergeben sich so ganz von alleine. Die großen Strecken fährt man dann tatsächlich mit dem Bus oder der Bahn, was alleine aus Sicherheitsgründen angesichts der Fahrweise der Sri Lanker ratsam ist.
Die Mobilfunk-Netze des Landes sind sehr gut ausgebaut, ebenso ist eine GPS-Ortung überall möglich. So hatte ich mit meinem Mobiltelefon jederzeit eine genaue Orientierung.

Fazit
Sri Lanka ist ein Schwellenland, in dem bis 2009 noch ein Bürgerkrieg tobte. Für ein solches Land, das sich gegenwärtig rasant ändert, einen bis in Details hinein genauen Reisführer zu schreiben, ist eine Herausforderung. Bleibt man sich dieser Tatsache bewusst und hält vor Ort die Augen und Ohren auf, leistet das Werk sehr gute Dienste. Auch sei angemerkt, dass das Buch solide verarbeitet ist und den rauen Umgang, den ich mit ihm pflege ebenso wie Feuchtigkeit und Strandbesuch gut weg steckt. Auf meinen Reisen nach Sri Lanka nehme ich das Buch auch heute noch mit und kann es sehr empfehlen. Lediglich eine detailliertere Straßenkarte in einem passenden Maßstab würde ich mir noch wünschen.

Ankunft am Flughafen – und dann?

Auf eigene Faust durch Sri Lanka zu reisen ist eine herrliche Sache. Das Land ist ausreichend touristisch erschlossen, sich in dem Land natürlich zu bewegen ist auch für allein reisende Frauen eine sichere Sache (anders als in Indien – hier gibt es einen großen Unterschied!). Man kann als Individualtourist noch das Glück persönlicher, authentischer Begegnungen haben, was ich als sehr bereichernd empfinde. Fernab der lauten Straßen und der Hot Spots braucht es nicht viel, um kleine und wunderbare Entdeckungen zu machen. Sei es ein abgelegener Tempel, der mit seiner Ruhe und Ausstrahlung zum Verweilen einlädt, oder ein Handwerker, der am Wegesrand seiner Arbeit nach geht.

Rolf Iven auf einem Markt in Colombo

Wenn ich am Flughafen in Colombo ankomme und mein erstes Geld getauscht habe (der Wechselkurs ist hier schon ganz gut!), dann geht die Fahrt ja erst los. Entweder zum Hotel in der Nähe, um erst einmal etwas zu verschnaufen, oder zum Bahnhof, um mit dem Zug weiter zu fahren.

Am Ausgang des Flughafens warten Schwärme von Fahrern, die einem mehr oder weniger aufdringlich eine Fahrt verkaufen wollen. Natürlich sind sie geschäftstüchtig und nehmen recht hohe Preise. Hier die ersten Rupien zu sparen ist leicht: Hält man sich links, wenn man die Flughafenhalle verlässt, kommt man schon nach wenigen Metern zu einem Busbahnhof, von wo alle Nase lang Busse in sämtliche Richtungen fahren. Diese sind sehr viel günstiger, die Busfahrer und Mitreisenden helfen gerne weiter, den richtigen Bus zu finden, wenn man fragt.

Geht es zu einem Hotel in der Nähe, und möchte man doch lieber mit einem Tuktuk fahren, lohnt es sich ebenfalls, den Flughafen zu Fuß zu verlassen: Nur Taxifahrer und Tuktuk-Fahrer mit einer Flughafen-Lizenz dürfen bis vor die Flughafenhalle fahren und sind entsprechend teuer. Alle anderen warten außerhalb des Geländes auf Gäste. Tuktuks fahren überall herum, die Fahrer haben einen geschulten Blick und erkennen Neuankömmlinge selbst dann, wenn sie bei Ankunft schon sonnengebräunt sind. Man wird kaum länger als ein bis zwei Minuten am Straßenrand stehen, ohne das ein Tuktuk von sich aus anhält und ein breit grinsender Fahrer freundlich zur Fahrt einlädt: „Tuktuk??“

Wer schon eine neue Sim-Karte im Telefon hat (Quad-Band? Sim-Lock?), kann Dude Fernado anrufen, einen begeisterten Tuktuk-Piloten, den ich als besonders fair im Preis und angenehm im Fahrstil erlebt habe. Vom Flughafen zum Hotel Silver Sands hat er faire 800 Rupien verlangt. Dude Fernando Tel. 07131186431 (und grüßt ihn schön von mir :-))

Das Hotel Silver Sands an der Lewis PL in Negombo ist ein nettes, schönes Hotel direkt am Strand. Hier in Negombo und Colombo sind die Hotels alle noch teurer, als etwa an manchen Stellen im Süden oder Osten.
Abendstimmung am Silver Sands Hotel(Abendstimmung am Strand des Silver Sands Hotel)

Aber während das Paradise Beach nebenan als Neckermann-Hotel satte 70,- Dollar kostet, ist man mit dem Silver Sands mit 30,- Euro für ein Doppelzimmer mit Frühstück dabei. Sicher, es hat kein Büffett und keinen Pool, aber eben auch keinen Neckermann-Charme, dafür einen eigenen Zugang zum Strand. Ungeachtet dessen findet man auf der ganzen Lewis PL auf und ab Hotels und Guesthouses, die nach einem langen Flug zum Ankommen einladen und die man auch ohne Vorreservierung anfahren kann. Platz findet man immer, auch während der Haupt- und Nebensaison.

Ansonsten ging es für mich mit dem Bus nach Colombo weiter, um den Zug nach Kandy zu bekommen. Endstation der Bustour nach Colombo war ein Markt, auf dem ich mich erst mal etwas mit einheimischen Früchten eingedeckt habe. Die kleinen Bananen finde ich immer wieder genial. Aber Achtung – es gibt verschiedene Sorten. Ausprobieren!

Marktleben in Colombo